Er kam mit ratternden Gedanken, E-Mails im Nacken, Kalendern, die atemlos wirkten. Nach einem Tag aus Schritten, Tee, Atmen, Stille formte sich eine Minute Klarheit, dann zwei, dann vier. Noch kein neues Leben, aber ein anderes Verhältnis zu Zeit. Zur Abreise notierte er drei Sätze: weniger Reize, mehr Rhythmus, freundlich zu mir. Zuhause hielt er an einem Abendritual fest. Kleine, treue Gewohnheiten trugen weiter als jeder große, kurzatmige Plan.
Sie schlief seit Wochen schlecht, wach um drei, Herz laut, Kopf grell. In Slowenien tat sie wenig: langsame Spaziergänge, eine Suppe, Sauna, kaltes Wasser, frühe Dunkelheit. Am zweiten Abend fiel sie in Schlaf wie in weiches Moos. Zuhause übernahm sie zwei Dinge: keinen Bildschirm nach neun, zehn tiefe Atemzüge am Fenster. Kein Wundermittel, aber eine leise, beständige Verbesserung. Manchmal genügen einfache Werkzeuge, wenn der Rahmen achtsam trägt.